Teil III: Läufe zum Frühjahrshöhepunkt
Der Paderborner Osterlauf wandelt sich zu einem Volkslauf
Der Paderborner Osterlauf findet traditionell an jedem Ostersamstag statt. Über seine Geschichte und Entwicklung ist vorstehend auf den Seiten 11 und 12 berichtet. Mit dem Entstehen und der Volksläufe wandelte sich der Osterlauf unter der Regie von Horst und Sascha Wiczynski von einem rein Leichtathletikevent zu einem stark besetzten Volks- und Stadtlauf.
Das Inselbad-Stadion als frühere Austragungsort des Osterlaufes wurde verlassen und ein neues weitläufigeres Wettkampfzentrum am Maspernplatz geschaffen. Auch die Strecken und Distanzen des Osterlaufes wandelten sich von den bisherigen Traditionen des ältesten deutschen Straßenlaufes. Anstelle der klassischen Stadionwettbewerbe wurden Stadtlaufdistanzen von fünf und zehn Kilometern sowie ein Halbmarathon ausgeschrieben. Ferner kamen ein Inliner-Wettbewerb und anfänglich ein Handbiker-Rennen hinzu. Auch die Jüngsten können sich heute beim Osterlauf auf einer kurzen Bambinistrecke austoben.
Der Paderborner Osterlauf entwickelte sich dadurch einmal zum national anerkannten Auftakt der Straßen- und Volkslaufsaison sowie gleichzeitig zur größten Laufsportveranstaltung Ostwestfalens, deren Leitungsfunktionen nach dem Herauslösen der Wiczynskis in kurzer Folge wechselten.
Der Leiberger Volkslauf, welcher gemeinsam vom HTSV Leiberg und der FSV Bad Wünnenberg-Leiberg organisiert wird, findet traditionell im April statt. Die Teilnehmer können Strecken zwischen 4,7 km, 10,6 km und 20,2 km wählen. Für Kinder und Jugendliche werden kürzere Distanzen zwischen 650 und 1.000 m angeboten. Die 4,7- und 10,6 km langen Rundstrecken verlaufen mit leichten Steigungen über Waldwege und Straßen durchs reizvolle Alftetal und dessen Umgebung. Die 20-Kilometer-Distanz ist mit 350 Höhenmetern ziemlich herausfordernd und somit lohnenswert.
Der alljährlich am letzten Aprilwochenende stattfindende Hermannslauf ist unumstritten der größte und bedeutendste als Landschaftslauf ausgetragene Volkslauf Ostwestfalens. Über seine Geschichte und bisherige Weiterentwicklung lies vorstehend auf den Seiten 28 bis 31!
Der Spexarder Volkslauf, welcher traditionell zum Maibeginn am südlichen Ortsrand von Gütersloh veranstaltet wird, sollte normalerweise – als dicht hinter dem alles beherrschen Hermannslauf gelegen – Probleme mit zu geringen Teilnehmerzahlen haben. Dass die Veranstalter vom SV Spexard 1950 über solche nicht klagen können, liegt zum einem an einer angenehm volkstümlichen Austragungsweise des inzwischen 42 Jahre alten Volkslaufes (Stand 2025) und zum anderen an den Laufsportlern, die aus unterschiedlichen Gründen am „Hermann“ nicht teilnehmen konnten und hier gewissermaßen ein „Ventil“ finden. Neben kurzen Distanzen für Kinder und Nachwuchsläufer kann man in Spexard flache Strecken von 5 und 10 Kilometern laufen,.
Der Pfingstlauf von Marienmünster ´ zählt mit seiner 51-jährigen Tradition zu den der ältesten Volksläufen in Ostwestfalen. Vom Sportplatz Kollerbeck aus kann man am Pfingstsonntag 5,7 oder10 Kilometer laufen und sogar über die Halbmarathondistanz ins hügelige, jedoch landschaftlich reizvolle Umfeld von Marienmünster und Kollerbeck starten. Auch Strecken für Bambinis, Schüler oder Walker bieten die wegen ihrer Perfektion allgemein gelobten Kollerbecker Veranstalter an.
Der Marienloher Volkslauf wird alljährlich in der ersten Saisonhälfte vom Marienloher Sportzentrum
Breite Bruch ausgehend gestartet. Neben kürzeren Schülerläufen kann man in der weiten, sanft hügeligen Landschaft vor der eindrucksvollen Kulisse des Eggegebirges Strecken über 5 und 10 Kilometer oder die Halbmarathondistanz laufen.
Freetrail – Der Waldlauf findet am ersten Sonntag im Mai (Stand 2025) in Neuenbeken statt. Er wird von den Veranstaltern als „Laufevent zum Erleben der Freiheit des Laufens im eigenen Tempo“ bezeichnet. Die abwechslungsreiche Strecke ist etwa 10 km lang und führt – mit insgesamt 230 Höhenmetern pro Runde – anmutig durch Felder, Wiesen und Wälder. Die Teilnehmer haben vier Stunden Zeit, um so viele Runden wie möglich zu laufen. Der Start erfolgt um 10:00 Uhr nach einem kurzen Einweisung um 9:45 Uhr. Die Veranstaltung ist offen für alle Läuferinnen und Läufer, unabhängig vom Leistungsniveau. Es gibt Medaillen, Urkunden, Verpflegung und Duschen. Der Residenz-Abendlauf des TSV Schloß Neuhaus gilt als anerkannter OWL-Frühjahrsklassiker. Er wird vom Merschweg-Stadion in Paderborn-Schloß Neuhaus aus gestartet. Vom dort geht es ins reizvolle Aretal, wo man auf flachen wie schnellen Strecken fünf oder zehn Kilometer laufen kann. Auch Kinder- und Jugendläufe werden angeboten Bei perfekter Organisation zeichnet sich die Veranstaltung durch eine freundliche wie familiäre Atmosphäre aus.