Teil II: Beginn und Aufstieg der Volksläufe
Fünf Staffelläufe „Quer durch Nordrhein Westfalen“
wurden in den achtziger Jahren vom NRW-Kultusminister mit dem Landessportbund unter Beteiligung des Innenministeriums sowie der AOK als Sponsor veranstaltet. Jeweils zwei Wochen lang liefen an jedem Tag Schulklassen und Trimmgruppen im Staffellauf ohne Zeitnahme durchs Land. Hierbei legten die teilnehmenden Schulklassen an den jeweiligen Vormittagen 4 bis 5 Teilstrecken von ca. 4 bis 5 Kilometern zurück, während an den Nachmittagen die lokalen Trimmgruppen durchweg Etappen von 5 bis 7 Kilometern gemeinsam im lockeren Dauerlauf trabten. Nach Zählung des Kultusministeriums kamen bei diesen Staffelläufen in jedem Jahr rund 20 000 Dauerläufer auf die Beine. Als vorbereitende Streckenplaner und Führer der Laufgruppen stellte der Innenminister fachkundige Polizeibeamte und der Kultusminister einen im Laufsport fachkundigen Pädagogen ab. Begleitet wurden die Staffeletappen von einem motorisierten Einsatzteam des Malteser Hilfsdienstes.
Die NRW-Staffel erregte als Werbung für den gesundheitsfördernden Dauerlauf allgemein großes Aufsehen in der Öffentlichkeit. Die Erwartungen, dass daraus in den Folgejahren ein Selbstläufer wurde, konnten sich jedoch – vor allem wegen der aufwendigen Organisation – nicht wie erwartet erfüllen.