Teil II: Beginn und Aufstieg der Volksläufe
Premiere bei Kaiserwetter am 7. Mai 1967
Strahlender Sonnenschein begrüßte am Sonntag, den 7. Mail 1967, die insgesamt 1100 Teilnehmer der Frühjahrswaldlaufveranstaltung in Leopoldstal. Die Läufe am Vormittag wickelten sich nach bewährtem Muster und in guter Stimmung reibungslos ab. Eines war allerdings neu im traditionellem Frühjahrswaldlaufgeschehen: Eine junge, mitreißende Stimme klang aus dem Platzlautsprecher. Volksmarsch-Mitorganisator Harald Meierjohann wollte die neu gestaltete Veranstaltung selbst kommentieren und hatte hier seinen ersten Einsatz als Ansager. Diese Ansagerfunktion bei Volksläufen in Lippe hielt er gekonnt wie sachkundig aufrecht, und erreichte da durch im Laufe von insgesamt 45(!!) Folgejahren als „Der Lippische Volkslaufansager“ echte Popularität.
Ein heißes Rennen
Gegen Mittag wurde es zunehmend unruhiger auf dem Leopoldstaler Sportplatz. Rund 500 Volksmarschierer fanden sich hinter der Startlinie ein. Es ist nicht mehr bekannt, wer eigentlich den Startschuss zum Volksmarsch abgegeben hat. Ein Prominenter war es jedenfalls nicht, denn – angefangen vom TSV-Vorsitzenden bis hin zum Landrat – standen diese schließlich alle hinter der Startlinie.
Im Feld des Volksmarsches wurde eisern gekämpft… bei den Spitzengehern, den Uniformierten…,wie auch bei den Prominenten. Sehr gut verkauften sich die Leopoldstaler Feuerwehrleute mit Horst Böke im Team.
Bombenstimmung im Zielgelände
Allgemeine Heiterkeit lag nach dem Zieleinlauf über der volkssportlichen Szene auf dem Leopoldstaler Sportplatz. Man war stolz und glücklich, es geschafft zu haben. Die jungen Britischen Soldaten, welche Meister Seidenstickers Torte gewonnen hatten, machten sich glücklich direkt über die Kostbarkeit her, während eifrige TSV-Schreiberinnen heftig in die Tasten hämmernd die erste Ergebnisliste fertigten. Die erste Volkslaufaktivität in Ostwestfalen war bestens abgelaufen.