Teil II: Beginn und Aufstieg der Volksläufe
Unter adventlichem Lichterglanz
Keinesfalls als eine Kopie der „Nacht“ darf man den im Dezember 1993 ins Leben gerufene Christkindl-Lauf in Wiedenbrück ansehen. Hier zielte die Motivation des Initiators Hans Walter Stekelenburg von der LG Burg Wiedenbrück primär auf eine Harmonie zwischen dem abendlichen Lichterglanz einer Stadt im Advent und dem farbenfrohen Gewusel eines Volkslaufes. Der geniale Gründungsgedanke, über vier Runden durch die adventliche geschmückte Wiedenbrücker Altstadt zu laufen, wurde mit Einsatz eines für damalige Zeiten Aufsehen erregendes EDV-Programmes von Reinhard Herbort optimal umgesetzt und schlug gleich beim ersten Lauf voll ein. Über Jahrzehnte nutzte sich das besondere Flair des Christkindl-Laufes nicht ab, und so sind immer noch die auf 1200 Starter limitierten Meldelisten in kurzer Zeit „dicht“.
Weiterhin zieht es in der Vorweihnachtszeit alljährlich Spitzen- wie Freizeitläufer weit über Ostwestfalen hinaus nach Wiedenbrück, um dort ein ganz besonderes Lauferlebnis zu genießen und gleichzeitig auf dem schnellen Kurs eine gute Zeit zu laufen. Kein Wunder, dass der Streckenrekord des Christkindl-Laufes über die Jahre immer wieder verbesserte wurde und derzeit von keinem Geringeren als dem derzeit besten deutschen Straßenläufer Amanal Petros gehalten wird.
Gegen die besondere Atmosphäre des zur Vorweihnachtszeit ausgetragenen Wiedenbrücker Christkindl-Laufes haben selbst die besten abendlichen Laufveranstaltungen der Region keine reelle Chance.