Teil I
Der Humfelder Zwanziger
als einst „kleiner Bruder des Osterlaufes“
Einen zweiten überregional bekannten ´Straßenlauf gab es 1962 bis 1971 n in Ostwestfalen: den sog. „Humfelder Zwanziger“ Dieser wurde – mit Start und Ziel in Humfeld – alljährlich im frühen Sommer statt und wurde im Gegensatz zum durchweg flachen Osterlauf – auf einer recht hügeligen, jedoch exakt vermessenen Strecke ausgetragen. Dennoch war er bei den Läufern – selbst weit über die ostwestfälische Region hinaus – sehr beliebt. Wie man aus den damaligen Siegerlisten ersehen kann, waren da alljährlich Läufer mit nationalem Prestige mit von der Partie.
Um dadurch die Läufer in der Region nicht mutlos zu machen, hatten die Humfelder bei ihrem Straßenlauf eine sogenannte B-Klasse für Bahnläufer eingeführt. Aber auch hier hingen leistungsbedingt die Trauben sehr hoch. Man musste auf dem hügeligen Humfelder Kurs schon um die 1:12 Std. rennen, wenn man als Läufer der B-Klasse auf‘s Treppchen wollte. Der „Humfelder Zwanziger“ von wurde unter dem rührigen Läufer und Organisator Hans Köller von 1972 bis 1979 als Humfelder Pfingstlauf umbenannt und auf die damals klassische Straßenlauflänge von 25 Kilometern verlängert. 1980 wurde der „Humfelder“ – wie man ihn damals kurz betitelte– in einen Volks-Marathon umgewandelt, der als Lipperland-Volksmarathon noch heute besteht. (siehe Kapitel „Der Lipperland Volksmarathon in Humfeld“)
In diesen Jahren entstand dort auch der Sternberger Volkslauf, der ab 1976 ca. 12 mal ausgetragen wurde und später durch die „Nacht von Humfeld“ (c. 6 mal ausgerichtet) abgelöst wurde.