Teil I
Ostwestfälische Laufasse nach dem Zweiten Weltkrieg
Schon vor mehr als 60 Jahren, als sich der Sport nach dem Zweiten Weltkrieg anfänglich mühsam aufrappeln musste, hatten wir in Ostwestfalen bereits mehrere prominente Leistungsträger, die bis in die unmittelbare deutsche Leistungsspitze aufstiegen oder sogar im Nationaltrikot für unser Land antraten.
Bereits 1947, bei der ersten Deutschen Leichtathletikmeisterschaft nach dem Weltkrieg, gewann der Detmolder Herbert Kraft auf der damals sehr populären 5000m-Distanz eine Bronzemedaille.
In den Fünfzigern rannte der Paderborner Georg Remmert mit 14:36:4 Min. eine für damaligen Verhältnisse Bombenzeit über diese Strecke. Der Schorsch wurde u. a. Deutscher Hallen-Vizemeister über 3000 Meter.
Edith Schiller war bis 1954 Läuferin beim SC Grün Weiß Paderborn und wechselte dann zum ASV Köln. Sie wurde 1956 Deutsche Meisterin über 800 m und dreimal Deutsche Waldlaufmeisterin. Als Nationalläuferin nahm sie u. a. an der EM 1958 teil.
Als Mittelstreckler lief der Mindener Harald Mengler über 1500 m 3:43,7 Min. Er wurde Dritter bei der DM 1960. und startete u. a. im Nationaltrikot